oberflächlichkeit der finger

Wenn Oberflächlichkeit eine Haltung ist, die das Wesentliche in dem sieht, was an der Oberfläche erscheint, dann kann im digitalen Leben die Oberflächlichkeit aufhören, eine Untugend zu sein. Das Digitale ist das mit den Fingern vermittelte: digitus=Finger, im Sinne der zählenden Finger. Jetzt, da das Leben selbst digital wird, zählen die Finger nicht mehr, sondern… Continue reading oberflächlichkeit der finger

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Gastfreundschaft ist schon da, sie möchte nur gesehen werden

Interview von Jonas Lismont, Redakteur des französischen Online-Journals  AETHER mit Robin Schmidt  Wieso war es Dir wichtig, 2017 ein Buch über das Thema Gastfreundschaft zu veröffentlichen? Gastfreundschaft – die Freundschaft, die zwischen dem Fremdem und einem Gastgeber entsteht  – erscheint mir seit einigen Jahren als eine besondere Zukunftskraft. Als im Sommer und Herbst 2016 die… Continue reading Gastfreundschaft ist schon da, sie möchte nur gesehen werden

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gegenstandslose empfindung

Als Ka­si­mir Ma­le­witsch sein ‹Schwar­zes Qua­drat› in der Aus­stel­lung ‹0,10› in St. Pe­ters­burg im De­zem­ber 1915 zeig­te, woll­te er et­was ret­ten. Durch das Ver­hül­len des Ant­lit­zes ei­nes Gött­li­chen soll­te es für die Emp­fin­dung nä­her tre­ten kön­nen. Es war sol­che Nähe, die Ma­le­witsch mit sei­ner Kunst ret­ten woll­te. In die­sem An­lie­gen kann uns Ma­le­witsch ein­hun­dert Jah­re… Continue reading gegenstandslose empfindung

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bildersturm

Die Bilder sind nicht selbst das neue Lebenselement, in dem sich das Leben heute wieder wie in archaischen Zeiten abspielt, wie Michel Maffesoli und andere meinen, sondern sie sind das technologische Mittel, um die Reste der Bezüge zur realen Welt redundant zu machen. Die Bilder und Verweise haben also nicht die Funktion eines Verweise auf… Continue reading bildersturm

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bildermacht

Was das digitale Leben stört, um es zu einem totalen zu machen, ist nicht so sehr eine verbleibende Subjekthaftigkeit der Benutzer, die es bremsen, und die daher eliminiert werden muss um weiter zu beschleunigen, wie Byung-Chul Han argumentiert, sondern störend sind vor allem die verbleibenden Bezüge im Medium, die noch aus dem Medium herausführen. Die… Continue reading bildermacht

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post-moderne I

Die Textverarbeitung (mit ihrem un-do button) gehörte der Postmoderne an. Das Digitale war damals noch nur das Mittel um einen ordentlichen «Print» zu erzeugen. Es wurde noch als «Technik» wahrgenommen, derer man sich bedient. Es gravitierte in eine moderne Lebenswelt. Postmodernes Denken diente einem besseren, weniger totalitärem, dennoch modernen Leben. Im digitalen Leben ist es… Continue reading post-moderne I

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transparenz

Das Oberflächliche ist das Gegenteil des Transparenten. Das Transparente erlaubt den Zugriff auf das Dahinter. Die Forderung nach Transparenz ist ein Mittel der Gleichschaltung. Der Blick der Oberflächlichkeit dagegen schätzt das Opake der Oberfläche. Er will nicht in ein Dahinter transzendieren, sondern er wartet ab, ob der Andere an die Oberfläche kommen möchte und den Blick entstehen lässt – statt seine… Continue reading transparenz

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transzendent

Im digitalen Leben verschwindet alle Oberflächlichkeit. Alles bedeutet. Alles muss daher interpretiert werden. Dadurch, dass alles bedeutet, ist auch nichts mehr durch sich selbst bedeutend. So ist nichts mehr das, als was es erscheint. Es ist nur Verweis (link) und Bild eines nicht gegenwärtigen. Obwohl alles auf der Oberfläche des Display erscheint, wird wirkliche Oberflächlichkeit somit zum Transzendenten.… Continue reading transzendent

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oberflächlichkeit

In dem Moment, wo das Andere als Antlitz erscheint – Antlitz eines Naturvorgangs, Antlitz eines Geistes oder Menschen – ist es bereit zur Ansprache. Da wird aus dem Sehen Blick. Ein Blick ist das Offene, das man nicht anschaut, sondern empfängt. Ein Blick ist ein Offenes, in das man hört: ein Blick, der mehr als Worte… Continue reading oberflächlichkeit

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