so oder so: wir sind chamäleons im spiegelkabinett

Ein Chamäleon, das in ein Spiegelkabinett gesetzt wird, so will ein Experiment bestätigt haben, wird grün – die Farbe, die Chamäleons in Angstzuständen annehmen. Folgt man den Erzählungen vieler Digital-Kritiker, so scheinen auch wir solche grünen, ängstlichen Chamäleons zu sein, die sich nur noch durch eine permanente 360 Grad–Spiegelung im Aussen selbst erfahren und jedweden… Continue reading so oder so: wir sind chamäleons im spiegelkabinett

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the subject is the message

Marshall McLuhans berühmte Formel «The Medium is the Message» beruht auf der Voraussetzung, dass «Medien als Umwelten funktionieren.» Medien, nach McLuhan, funktionieren als Programmierer der Biographie, als Gestalter zwischenmenschlicher Beziehung, als Erzieher und als Mittel der Sozialisation. Wenn die Medien sich verändern, ändert sich das Leben: «Alles verändert sich – du, deine Familie, deine Nachbarn,… Continue reading the subject is the message

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hölle: wenn ich mich selbst anrufe, ist immer besetzt.

Für den Philosophen Jean Baudrillard war das ganze Medienspektakel eine «Hölle». Eine «Hölle des Gleichen», wo ich in eine Verwechslung mit mir selbst eingesponnen bin und mir selbst nicht mehr entkomme. So gesehen, ist das Digitale aber gar nicht ein Medium der Manipulation in eine bestimmte Richtung. Es ist gerade nicht der Big Brother, der… Continue reading hölle: wenn ich mich selbst anrufe, ist immer besetzt.

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umgekehrte zentralperspektive

Die Renaissance ist durch den optischen Raum der Zentralperspektive geprägt. Zu diesem gehört das Subjekt, das durch seinen Standpunkt die Erscheinungsweise der Welt optisch wie ideell autonom bestimmt. Andererseits erzeugt die Zentralperspektive die präzise Objekthaftigkeit des Gesehenen. Das wird zur Grundlage einer ganzen Kultur. Leonardo da Vinci: Das letzte Abendmahl, Mailand 1494–1498 (google Bildersuche) Die Postmoderne… Continue reading umgekehrte zentralperspektive

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ist die analoge welt eine analogie der digitalen geworden?

Wenn die Grenzen von Digitalem und Nicht-Digitalen verfliessen und dies sich derart normalisiert hat, dass es kaum mehr als etwas besonderes wahrgenommen werden kann, so kann man – mit Jean Baudrillard denkend – sagen, dass das Digitale eigentlich schon wieder dabei ist zu verschwinden. Gerade indem das Digitale zum universalen Paradigma wird, entzieht es sich… Continue reading ist die analoge welt eine analogie der digitalen geworden?

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krise bitte

Wenn das Digitale nur noch die eigenen Vorlieben, Interessen und Meinungen reproduziert – wie dies die Algorithmen von Google, Amazon und Facebook forcieren – dann verliert das Digitale seinen medialen Charakter. Es vermittelt nicht mehr ein Anderes, Neues, Fremdes, sondern fängt mich in der «Filter Bubble», und erlaubt, dass ich mit mir selbst identisch bleibe.… Continue reading krise bitte

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double doors

Die Künstlerin Rachel Whiteread interessiert sich für den Innenraum von Objekten. So hat sie einmal ein ganzes Wohnhaus Stück für Stück ausgegossen und so den unsichtbaren Raum selbst thematisiert, den wir gewöhnlich bewohnen («Ghost»). In dem Werk «Double — Doors II» sind nicht Türen dargestellt, sondern Whiteread hat den Raum sichtbar gemacht, der bei zwei… Continue reading double doors

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freiheit der erde

  Bis jetzt war das Tran­szen­den­te für den Men­schen im­mer der Him­mel. Und die Erde mit ih­ren Be­din­gun­gen muss­te über­schrit­ten, tran­szen­diert wer­den, um in den Him­mel zu kom­men. Die di­gi­ta­le Welt ist eine Welt, wo wir kör­per­los sind. Wir er­hal­ten ein per­ma­nen­tes Be­wusst­sein im di­gi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­raum. Er ist ein Bewusstseinsraum, kein Körperraum. Die­ser ist im­mer… Continue reading freiheit der erde

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sommerträume (du hast mich gefragt…II) (Film)

Du hast mich gefragt… … wovon ich denn träume. https://vimeo.com/157128633 Bild: Berlin, BVG, Januar 2013 Literatur: Byung-Chul Han: Müdigkeitsgesellschaft, Berlin 2010; Peter Handke: Versuch über die Müdigkeit, Frankfurt/M. 1992

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